Welche Regeln im Büro Sie unbedingt brechen sollten Hinterlassen Sie einen Kommentar

EXPERTEN-TIPP Juli 2019

Haben Sie schon mal den letzten Joghurt aus dem Kühlschrank im Büro gegessen und wurden dafür ins Kreuzverhör genommen? Im Büro herrschen eigene, ungeschriebene Gesetze. Es gibt sozusagen einen Büro-Code. Gegen diese Regeln im Büro zu verstoßen wäre ein absolutes Tabu.

Doch mal ehrlich: Sind wir nicht lange aus der Schulzeit raus, wo wir fragen mussten, ob wir auf die Toilette dürfen? Ob eine Trinkpause ok ist? Sind wir nicht mündig genug, diese Tabus zu brechen? Es wird Zeit, dass wir die Regeln überdenken. Auch, wenn sie im Unternehmen schon gefühlt seit Urzeiten Bestand haben. Denn in erster Linie geht es darum, effizient zu arbeiten.

Bei Ihnen herrscht das ungeschriebene Gesetz, dass alle bis zum Ende im Meeting sitzen bleiben – auch wenn die Themen gar nicht mehr für jeden relevant sind? Höchste Zeit, endlich auf den Tisch zu hauen. Bildlich gesprochen. Denn das ist vergeudete Zeit, in der Sie eigentlich Ihrem Job nachgehen könnten. Im Folgenden möchte ich Ihnen die Kraft geben, alteingesessene Regeln im Büro stilvoll zu brechen. Dazu gehört jedoch nicht, dass Sie das Essen Ihrer Kollegen aus dem Kühlschrank nehmen dürfen. Das ist und bleibt ein fataler Fehler!

Ungeschriebene Regel Nr. 1: Das Meeting ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

Erinnern Sie sich noch an die Lehrer, die immer sagten: „Ich beende die Stunde, nicht die Klingel!“? In der Schule ist diese Regel angebracht. Doch wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz in eine Arbeitsgruppe oder ein Meeting gesteckt werden, mit dem Sie wenig bis gar nichts zu tun haben, dürfen Sie ruhig das Feld räumen.

Der Büro-Code schreibt zwar vor, dass wir brav sitzenbleiben, bis wirklich jeder seinen Senf zu allem und jedem dazugeben durfte. Doch wenn Sie tatsächlich nichts mit dem Senf zu tun haben, warum ausharren? Sie sind dem Vorankommen des Unternehmens verpflichtet, nicht der vermeidlichen Höflichkeit. Weisen Sie die anderen Teilnehmer freundlich darauf hin, dass Ihre Anwesenheit in diesem Meeting nicht nötig ist und widmen Sie sich produktiveren Aufgaben.

Ungeschriebene Regel Nr. 2: Kritisieren Sie niemals Ideen vom Chef.

In vielen Unternehmen hat der Chef überall seinen Finger drauf. Alles entspringt seinem Wissen und wehe dem, der eigene Ideen oder sogar Kritik einbringen will. Rebellion! Also lieber weiter die Klappe halten und an unsinnigen Aufgaben arbeiten.

Klingelt da etwas bei Ihnen? Stumpf die Vorgaben des Chefs auszuführen, macht Sie nicht zum Mitarbeiter des Monats. Sagen Sie nicht zu allem Ja und Amen. Bereiten Sie stichhaltige Argumente vor, warum ein Projekt unsinnig ist oder eine Aufgabe anders erledigt werden könnte. Wenn er oder sie eine gute Führungskraft ist, dann wird er Ihnen Gehör schenken.

Ungeschriebene Regel Nr. 3: Sie sitzen mit Ihren Kollegen in einem Boot.

Sie und Ihre Kollegen sind eine Einheit. Es sollte immer Friede Freude Eierkuchen herrschen. Kritik ist dem Chef überlassen. Sie würden Ihre Kollegen niemals persönlich kritisieren – nur gut gemeinte Ratschläge sind willkommen. Doch es gibt Situationen, in denen Sie auch mal Ihre Kollegen in die Mangel nehmen müssen.

Stellen Sie sich vor, Sie fahren morgen zu einem wichtigen Kunden und Ihr Kollege verspricht, Ihnen das Präsentationsmaterial dafür zusammenzustellen. Ärgerlich nur, dass er das Material nicht fertigbekommen hat, da er wegen eines Termins, den er vergessen hatte, plötzlich gehen musste. Der Leidtragende? Natürlich Sie!

Dann stehen Sie plötzlich vor der unangenehmen Wahl, entweder ohne Präsentationsmaterial zum Termin zu fahren – oder es selbst auf die Schnelle fertigstellen zu müssen. Hier ist ein deutlicher Hinweis, dass das nicht in Ordnung ist, unvermeidbar.

Schließlich hätte Ihr Kollege sich besser organisieren können. Stehen Sie für sich ein und machen Sie deutlich, wenn Ihnen etwas an der Arbeitseinstellung Ihrer Kollegen nicht gefällt, sonst passieren Ihnen solche Situationen immer wieder.

Regeln im Büro wie diese gibt es überall, doch um effizient zu arbeiten und keine Zeit zu verschwenden, sollten diese unbedingt an mancher Stelle gebrochen werden. Natürlich immer höflich und auch nur zum Wohle der Konstruktivität. Verlassen Sie kein Meeting, nur um mehr Freizeit zu haben!

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Über Martin Limbeck

Martin Limbeck zählt zu den Spitzenverkaufstrainern und gilt als der Verkaufs-Experte im deutschsprachigen Raum. Er ist „Trainer des Jahres“ 2008 und 2011 und wurde zwei Mal mit dem Conga Award ausgezeichnet (2009 und 2010). Martin Limbeck erhielt 2012 den Preis als “International Speaker Of The Year 2012” und zudem wurde er zum „TOP SPEAKER Of The Year 2014“ ausgezeichnet. Hier geht es zur Webseite von Martin Limbeck.

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