Werte können Sie nicht lehren, nur vorleben 1 Kommentar

Um Mitarbeiter zu motivieren und das Beste aus ihnen herauszuholen, ist werteorientiertes Führen gefragt. Doch worauf kommt es dabei eigentlich an?

Erschreckend: In einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC aus dem Jahr 2012 gaben nur 17% der Teilnehmer an, dass ihre Chefs, die Werte, die sie fordern, auch selbst leben.

Dabei sind es gerade die Führungskräfte, die die Werte des Unternehmens verinnerlicht haben sollten. Der Beitrag von Führungskräften beschränkt sich nicht nur auf den finanziellen Erfolg des Unternehmens, er besteht ebenso aus der langfristigen Entwicklung von Mitarbeitern und Strategien. Die Führungskraft sollte eine Umgebung schaffen, in der Menschen und Organisationen sich verändern, anpassen und wachsen können.

Denken Sie an Führungspersönlichkeiten, denen Sie gerne folgen würden! Martin Luther King, Nelson Mandela, Mahatma Gandhi? Jetzt überlegen Sie, was die alle gemeinsam haben? Sie alle hatten klare Prinzipien, nach denen sie handelten. Sie hatten bestimmte Werte und waren mit voller Leidenschaft bei der Sache. Was lernen wir daraus? Wir bewundern Menschen, die sich nicht von ihrem Weg abbringen lassen und ihre Werte leben – eben Menschen mit starkem Charakter.

Beginnen Sie bei sich selbst

Ihr Unternehmen steht für Nachhaltigkeit und legt großen Wert auf Umweltschutz? Dann sollten Sie nicht mit einer Abgasschleuder beim Kunden vorfahren. Überdenken Sie Ihre Werte. Woran glauben Sie wirklich? Deckt sich das mit den Werten des Unternehmens?

Wenn Sie andere führen wollen, dann müssen Sie Ihr Herz öffnen. Nur, wenn Sie sich selbst und dem Unternehmen gegenüber ehrlich sind, dann gelingt Ihnen das auch bei anderen.

Ihre Mitarbeiter folgen Ihnen nicht, wenn Sie zwar von Nachhaltigkeit sprechen, Ihre Taten jedoch etwas anderes aussagen. Sinnbildlich gesprochen: Es bringt keinem etwas, wenn Sie Wasser predigen und danach heimlich Wien trinken. Entscheidend ist, dass Sie wirkliche Überzeugung ausstrahlen! Dafür müssen Sie sich mit der eigenen Persönlichkeit genauso ernsthaft auseinandersetzen, wie mit fachlichen Fragen der Arbeitsanforderungen. Ansonsten werden die schön ausformulierten Unternehmensgrundsätze bloß leere Floskeln bleiben. Werteorientierung beginnt bei Ihnen als Führungskraft.

Führungskräfte sind Leitbilder

Von Führungskräften wird eine Menge erwartet. Werteorientiertes Führen bedeutet, ein Vorbild zu sein, präsent zu sein und sich selbst voll zu verkörpern. Sie sollen Leidenschaft, Verantwortung und Verbindlichkeit ausstrahlen und klar in der Sache sein. Das gibt den Mitarbeitern die nötige Sicherheit, die sie in Zeiten des Wandels und der sich immer schneller verändernden Business-Welt brauchen.

Werte leben

Jedes Unternehmen, jede Führungskraft, jeder Mensch hat eigene Werte. Führen Sie nach den Werten, die die gerne zitierte Generation Y fordert – Flexibilität, Loyalität, Umweltbewusstsein, Weiterentwicklung – ziehen Sie ebensolche Mitarbeiter an. Führen Sie hingegen nach festen Hierarchien und handeln starr, wird diese Generation keinen Fuß in Ihr Unternehmen setzen. Einige Werte sind allerdings generationsübergreifend wichtig für gute Führungskräfte:

  • Mut: Gute Führungskräfte sollten Mut beweisen. Mut, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Mut, auch unangenehme Themen anzusprechen.
  • Zuverlässigkeit: Für Ihre Mitarbeiter ist es unabdingbar zu wissen, dass Sie zuverlässig sind. Bauen Sie Vertrauen auf, in dem Sie zu Ihren Entscheidungen stehen und in ähnlichen Situationen auf bewährte Handlungsmuster zurückgreifen.
  • Wertschätzung: Als Führungskraft erwarten Sie Respekt von Ihren Mitarbeitern. Mit demselben Respekt sollten Sie ihnen begegnen. Transportieren Sie Ihre Wertschätzung so, dass Ihre Mitarbeiter daran wachsen.
  • Verantwortung: Sie tragen sämtliche Verantwortung für Ihre Entscheidungen und Handlungen. Natürlich können Sie bei all den Erwartungen an Sie nicht immer perfekt sein. Gestehen Sie sich selbst auch Fehler ein und korrigieren Sie diese. Fehler sind keine Niederlage, sondern machen Sie authentisch – und darauf kommt es schlussendlich an.

Werteorientiertes Führen bedeutet vor allem eins: Nicht reden – sondern TUN!

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Über Martin Limbeck

Martin Limbeck zählt zu den Spitzenverkaufstrainern und gilt als der Verkaufs-Experte im deutschsprachigen Raum. Er ist „Trainer des Jahres“ 2008 und 2011 und wurde zwei Mal mit dem Conga Award ausgezeichnet (2009 und 2010). Martin Limbeck erhielt 2012 den Preis als “International Speaker Of The Year 2012” und zudem wurde er zum „TOP SPEAKER Of The Year 2014“ ausgezeichnet. Hier geht es zur Webseite von Martin Limbeck.

Ein Kommentar zu “Werte können Sie nicht lehren, nur vorleben

  1. AvatarWerner Hoffmann

    The Show Must Go on
    oder
    mit Konsequenz authentisch sich verhalten und durch eigenes Handeln zeigen, dass man hinter einem Ziel steht,
    ist natürlich immer der bessere Weg.
    Denn eine Show geht nur einen kurzen Zeitabschnitt gut.
    Und hierzu gehört auch, dass man nicht „AUSFührungskraft“ sondern echte Führungskraft ist.

    Echte Führungskräfte haben auch echtes Interesse an dem Mitarbeiter als Mensch.
    Mittel- und langfristig dankt dies der Mitarbeiter mit intrinsischer Motivation.
    Das ist nicht damit gleichzusetzen, dass man Unternehmensziele hinten anstellt.
    Aber als Fühungskraft kann man auch z.B. an den Lebensumständen und z.B. auch an der zukünftigen Versorgung Interesse zeigen und hier ggf. durch Beratungsdienstleistung die Mitarbeiter unterstützen.
    Übrigens muss dies nicht unbedingt besonders teuer sein
    Das Betätigungsfeld ist hier riesig.
    Nachfolgend einige Beispiele:
    1. Mitarbeiterseminare über:
    – Präventionsmaßnahmen in der Gesundheit
    – Gesundheitsförderung
    – rechtliche Vorsorge (Generalvollmacht, Vorsorgevollmacht, Erbrecht) http://www.notfallordner-Vorsorgeordner.de
    – Teambildungs Adventure

    2. Aufklärung
    – über gesetzliche Rentenansprüche
    – und Information über:
    betriebliche Krankenversicherung
    – und Angebote in der betrieblichen Altersversorgung
    – Gesundheitstage

    Die Felder sind enorm groß. Individuell, wie auch in Gruppen.

    Führungskräfte sollten neben dem authentischen Verhalten auch mehr Engagement beim Mitarbeiter „Mensch & Familie“ nicht untätig sein.
    Das verbindet auch längerfristig.

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