4 glasklare Tipps zur Beförderung: Passen mir die Schuhe vom Chef? Hinterlassen Sie einen Kommentar

Die meisten Verkäufer sind ehrgeizig und wollen immer weiter nach oben – das ist auch gut so. Die Motive für eine Beförderung dabei sind sehr vielfältig, aber in jedem Fall steht der Stolz, es geschafft zu haben, ganz weit vorne.

In Managementmeetings sitzen, die Kontrolle und Macht zu haben wichtige Entscheidungen zu treffen, ein besseres Gehalt, das größere Auto oder ein repräsentatives Büro – alles äußere Merkmale des nächsten Karriereschrittes!

Auf der anderen Seite gibt es „innere“ Sorgen bei der Beförderung, zum Beispiel, wie die anderen Kollegen damit umgehen werden. „Verstummen die Kollegen, wenn ich als neuer, von innen kommender Nachfolger des Chefs, plötzlich den Raum betrete? Sprechen einige von ihnen hinter meinem Rücken schlecht über mich? Werden sie meinen Anweisungen überhaupt Folge leisten? Werden Sie mich unterstützen, mir vertrauen und unter meiner Führung gute Leistungen bringen? Tragen Sie meine Entscheidungen mit?“

Alles Fragen, die neue Führungskräfte beschäftigen, häufig innerlich bewegen und natürlich auch hemmen können.

Gewonnen wird im Kopf, also zwischen den Ohren!

Ich arbeite seit 2009 als Führungscoach und weiß, „Führungskräfte werden nicht als solche geboren!“ Meiner Erfahrung nach sollten Verkäufer, die neu in der Chefrolle sind, ihre Gefühle nicht verstecken oder sich sogar absichtlich verstellen. Das würde bei den neuen Mitarbeitern und ehemaligen Kollegen Misstrauen schüren, was zu Lasten des Vertrauens und der Glaubwürdigkeit geht. Schließlich sind erfolgreiche und dadurch aufgestiegene Verkäufer im Verhalten innerhalb des Unternehmens seit Jahren einschätzbar gewesen, also keine Unbekannten mehr.

Hilfreich und zielführend sind deshalb einige Ideen und Anregungen aus meiner eigenen Führungspraxis als ehemaliger Manager und Führungscoach.

  • Die Vorbilder aus vergangenen Führungszeiten haben ausgedient. Morgens der erste und abends der letzte im Unternehmen – das ist nicht wirklich entscheidend, sondern mehr, was bei Ihrer Führungsarbeit herauskommt. Die Erreichung der persönlichen und Unternehmensziele gelingt besser mit einer vernünftigen „Work-Life-Balance“. Das ist effektiver, weil schneller und substanzieller bei gleichzeitig höherer innerer Zufriedenheit. Ein gestresster Manager wirkt kaum motivierend und dient nicht als Vorbild.
  • Schalten Sie bei Herausforderungen im Führungsalltag nicht gleich auf den „Lösungsmodus“ um. Denn wer gleich in Lösungen denkt, versäumt es einfach nur mal hinzuhören, um seinen Mitarbeiter noch besser zu verstehen (seine Absichten, Motive, Befürchtungen sowie versteckten Potenziale zur eigenen Lösungserarbeitung). So sind Sie mit Ihrem Mitarbeiter auf Augenhöhe, geben ihm das Gefühl, auf seine Leistung zu vertrauen und ihn bei der Erarbeitung einer gemeinsames Lösung zu unterstützen. Das schafft Handlungskompetenzen beim Mitarbeiter und entlastet Sie im Führungsalltag.
  • Lassen Sie sich nicht gleich nach dem Motto: „Der Chef weiß doch alles“ unter Druck setzen. Falsche Erwartungen an den Chef führen auf beiden Seiten letztendlich nur zu Enttäuschungen. Sie tragen in der Hauptsache die Führungsverantwortung für Ihr Team und sind „kein wandelnder Experte in allen Fachfragen“. Zu Ihren Aufgaben gehören auch die Optimierung von Arbeitsabläufen, Lösung von Hindernissen in der täglichen Praxis, die Verfolgung von übergeordneten und Abteilungs-Zielen sowie das „Freischaufeln von erforderlichen Ressourcen“. Sie sind Dienstleister Ihres Teams und haben vielfältige Aufgaben.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Führung, Feedback und Wertschätzung. Das sind wesentliche Motivationen um Ihre Mitarbeiter in die Zielerreichung zu führen. „Nicht kritisiert ist genug gelobt“ – dieses Motto ist nicht mehr zeitgemäß und erreicht genau das Gegenteil. Insbesondere die jungen Generationen im Arbeitsmarkt werden anders geführt als noch vor Jahrzehnten, um sich zu Höchstleistungen zu entwickeln. Ernst genommen werden, eigenverantwortliche Aufgabengebiete, flexible Arbeitszeiten zur Vereinbarkeit von Familie & Job sowie Führen durch Vorbild (Thema „transformationale Führung“) sind nur einige Aspekte neuer Führungsqualitäten moderner Führungskräfte. 

„Es ist keine Frage, dass wir uns verändern müssen, die Frage ist wie schnell uns das gelingt!“

Nehmen Sie daher die neue Herausforderung an, bleiben Sie authentisch und fair. Achtsamkeit mit sich selbst sowie Wahrhaftigkeit im Umgang mit Ihrem Team sind die Erfolgsfaktoren für das „Hineinwachsen in die Schuhe des Chefs“.

Ich bin sicher, das gelingt Ihnen schneller als Sie im ersten Moment glauben. Bleiben Sie dran, eine erfolgreiche Woche und bis bald mit – Motivation, die bleibt!

Ihr Klaus Schwarz

Über Klaus W. Schwarz

Bei Klaus W. Schwarz profitieren Sie von seiner über 25-jährigen Berufspraxis als Verkäufer, Führungskraft und Manager in der Investitionsgüterindustrie und seit 2009 auch im Beratungs-und Trainingsgeschäft. Besonders seine fundierten Praxiserfahrungen beim Aufbau von Verkaufsteams und seine Coaching-Expertise werden von seinen Kunden sehr geschätzt. Heute vermittelt er seine Erfahrung bei der Martin Limbeck® Training Group. Hier geht es zum Trainerprofil von Klaus W. Schwarz.

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