So machen Sie Ihre Verkäufer und sich selber glücklicher Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wenn Sie langfristig erfolgreich sein wollen, müssen Sie sympathisch und glaubwürdig sein. Das können Sie nicht spielen. Sie müssen es wirklich sein und das geht NUR, wenn Sie sich wohlfühlen.

Das aber keine willkommene Ausrede für schlechte Leistung, sich wohl zu fühlen ist ein Teil Ihres Jobs. Nicht jeder Verkäufer und nicht jede Verkäuferin ist gleich sympathisch. Ich mag auch nicht jeden meiner Mitarbeiter gleich gerne.

Doch auch wenn ich welche weniger nett finde, ist es nicht meine Aufgabe, sie zu sympathisieren oder zu besseren Menschen zu erziehen. Oder so zu tun, als ob sie mir sympathisch wären, obwohl ich sie überhaupt nicht leiden kann.

Ihre Aufgabe als Führungskraft

Meine Aufgabe ist es schlicht bei mir als Chef zu schauen, was ich ändern muss, denn ich schulde den Mitarbeitern Wertschätzung und Respekt.

Selbst wenn es mir in einem Moment gelänge zu verbergen, dass ich einen Mitarbeiter nicht mag, langfristig würde das niemals gut gehen. Wenn es mir nicht gelingt, die Stärken und die guten Eigenschaften des Mitarbeiters zu finden, werde ich zwangsläufig irgendwann den Respekt vor ihm verlieren. Und damit auch ihn in der Führung.

Sobald der Respekt verloren ist und ich trotzdem weiter mache, nur um des lieben Friedenswillen, dann kann ich mich selbst auch nicht mehr leiden.

Eine Chefin oder ein Chef, der sich selbst nicht leiden kann, ist sich selbst nicht mehr sympathisch. Wer sich selbst nicht sympathisch sein kann, den wird auch der Verkäufer oder die Mannschaft unsympathisch finden.

Und klar ist, wenn Ihr Mitarbeiter Sie unsympathisch findet, können Sie komplett einpacken, das gleiche gilt für Ihre Mannschaft und deren Kunden.

Ich will nicht, dass sie nur so tun, als würden sie den Kunden respektieren. Ich will, dass sie den Kunden respektieren. Oder Sie den Mitarbeiter respektieren. Aus tiefster innerer Überzeugung. Wenn Sie das nicht können, haben Sie die falschen Verkäufer und die Verkäufer die falschen Kunden.

Eigenschaften und Regeln

Es geht nicht nur um Gerechtigkeit. Denn bestimmte Eigenschaften und Regeln sind Pflicht. Ein Verkäufer kann auf Dauer nur dann ein TOP Verkäufer sein, wenn er zwei Eigenschaften hat und zwei Regeln beachtet. Das gleiche gilt für Führungskräfte.

Die Eigenschaften:

Sympathie und Kompetenz.

Die Regeln:

Der Kompetente macht das Geschäft, selbst wenn der Inkompetente sympathischer ist.

Bei gleichen Kompetenzen macht das Geschäft der Sympathischere.

Das diese Regeln stimmen, können Sie leicht überprüfen, indem sie sich selber einmal fragen: Wer soll ihr Flugzeug steuern?

Der kompetente Pilot mit den Haaren auf den Zähnen oder der nette junge Copilot mit dem gewinnenden Lächeln, der noch nicht trocken hinter den Ohren ist?

Werden Sie zum Sympathieträger

Dafür zu sorgen, dass der Kunde oder Mitarbeiter Sie mag, ist ganz einfach:

Sie müssen ihn mögen. Ist doch auf fair. Dasselbe gilt für Sie als Führungskraft in jeder Situation, in jedem Kontakt.

Was kann der Kunde für die Laune des Verkäufers? Ihre schlechte Laune beim Geschäftstermin und den Meetings hat dort nichts zu suchen. Bevor Sie nun anfangen zu diskutieren über Ihr Recht auf Selbstverwirklichung und das Recht auch mal einen schlechten Tag haben zu dürfen, sage ich Ihnen:

Das ist keine Sache des Rechts, Sie sollen ja nicht Ihre Seele verkaufen, vielmehr ist die gegenseitige Sympathie ein Zeichen und Professionalität und Arbeitsethik.

Stellen Sie sich mal folgende Situation vor: Sie werden nach einem Blinddarm Durchbruch notoperiert und in der Nacht entzündet sich die Naht. Am nächsten Tag darauf sprechen Sie mit dem Chirurgen und der sagt: „Sorry, ich hatte gestern einen schlechten Tag. Sie waren meine 11. OP. Da muss ich Abstriche machen, schließlich habe ich ein Recht auf einen schlechten Tag.“

Zu drastisch finden sie?

Nicht vergleichbar?

Ein Mitarbeiter Gespräch ist schließlich keine Frage von Leben und Tod. Und nein, ein Geschäftsabschluss ist keine Frage von Leben und Tod. Und trotzdem ist das sehr wohl vergleichbar.

Denn ein ethischer wert ist nicht teilbar. Ist nicht relativierbar. Bei der Arbeitsethik ist es so: Entweder wir machen unsere Sache gut oder nicht, alles dazwischen sind nur Verharmlosungen von nicht gut gemacht.

Dass ein Verkäufer seine Sache gut gemacht hat, sieht er nicht einfach nur daran, dass er ein Geschäft abgeschlossen hat oder abschließen konnte. Das ist doch selbstverständlich. Das Ziel für Sie ist doch klar: Dass sich der Mitarbeiter nach einem Gespräch mit Ihnen besser fühlt als vorher. Aber was ist, wenn sich der Verkäufer nach dem Gespräch mit Ihnen permanent schlechter fühlt als vorher?

Was tun mit unangenehmen Mitarbeitern?

Was ist, wenn der Kunde oder Mitarbeiter ein echtes Brechmittel ist? Und wenn selbst die Aussichten auf weitere gute Abschlüsse einem das würgen in die Kehle treibt, was muss sich ein Verkäufer oder eine Führungskraft davon antun? Wie weit kann ich gehen, bis ich mich selbst kaputt gemacht habe?

Ein Tipp von mir:

Geben Sie nicht so schnell auf. Zeigen Sie Sportsgeist. Sehen Sie es als Ansporn. Denken Sie: Den knacke ich, das schaffe ich. Meinen Brechreiz kann ich umdrehen. Ich finde schon etwas Positives.

Aber ich gebe gerne zu, manchmal lasse ich es. Manchmal suche ich nicht mehr weiter nach dem Blumenbeet in der Wüste. Warum? Für mein Ego. Für mein seelisches Gleichgewicht. Manchmal tut es gut, wenn ich mir sagen kann: „Martin mein Freund, das hast du wirklich nicht nötig. Das musst dir jetzt nicht antun.“ Doch bis dahin gebe ich alles für den Kunden, den Mitarbeiter und für das Unternehmen.

Über Martin Limbeck

Martin Limbeck zählt zu den Spitzenverkaufstrainern und gilt als der Verkaufs-Experte im deutschsprachigen Raum. Er ist „Trainer des Jahres“ 2008 und 2011 und wurde zwei Mal mit dem Conga Award ausgezeichnet (2009 und 2010). Martin Limbeck erhielt 2012 den Preis als “International Speaker Of The Year 2012” und zudem wurde er zum „TOP SPEAKER Of The Year 2014“ ausgezeichnet. Hier geht es zur Webseite von Martin Limbeck.

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