Digitalisierung: Alter Wein in neuen Schläuchen! Hinterlassen Sie einen Kommentar

Es stimmt: Die Welt ändert sich und das immer schneller, geschoben wird das auf die Digitalisierung. Neudeutsch wird dies mit dem Begriff VUCA zusammengefasst. VUCA steht dabei für

  • Volatil
  • Unsicher
  • Komplex
  • Ambivalent

Und das stimmt sicherlich auch. In meinem Beitrag im März 2018 habe ich dazu einige Gedanken zusammengefasst. Dazu kommen noch die Dauerbrenner wie Deskription, Innovation und der Mega Hit Digitalisierung. Kaum eine Beratungsgesellschaft reitet nicht auf diesem Trend herum. Doch ist das alles neu? Wohl kaum. Schon 1982 wurde das VUCA Phänomen im Buch „In Search Of Excellence“ hinreichend beschrieben. Und auch für alle anderen Themen gibt es in den letzten Dekaden ausreichend viel Literatur. Die Themen und Herausforderungen sind nicht neu, wohl haben sich die Begriffe und Kunstworte geändert.

Mein Fazit:

Jede Zeit hat ihre Herausforderung, die grundlegenden Fragestellungen haben sich dabei nicht geändert!

Um das Thema Digitalisierung werden unterschiedliche Szenarien aufgezeigt. Jeder hat eine Meinung und eine Lösungsidee. Welche Szenarien eintreffen werden, weiß ich nicht. Das Thema bietet viele Chancen, die es zu nutzen gilt und gleichzeitig eine Reihe von Risiken, die es zu bewerten gilt. Unterschiedliche Studien zeigen Szenarien auf, wie viele Arbeitsplätze die Digitalisierung kosten wird. Vernachlässigt werden dabei häufig demographische Werte. Wenn immer weniger qualifizierte Menschen am Arbeitsmarkt zu finden sind (Schlagwort: Fachkräftemangel), dann ist Digitalisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen zwingend, damit die Wirtschaftskraft erhalten bleibt. Digitalisierung ist daher nicht gleichzusetzen mit Arbeitslosigkeit. Die Qualifikationen werden sich ändern und damit auch die Anforderungsprofile am Arbeitsmarkt. Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsfelder und -ideen, welche ebenfalls Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben werden. Grundsätzlich ist dies nichts neues und ist seit dem Beginn der industriellen Revolution Tagesgeschäft eines jeden Unternehmers und Unternehmens.

Nun was hat dies alles mit dem Titel „Alter Wein in neuen Schläuchen zu tun?“

Am einfachsten lässt sich der Titel am Beispiel von Führung diskutieren.

Wenn es um das Thema Führung geht, haben wir uns mittlerweile an Begriffe wie „Führung 4.0“ gewöhnt. Wann kommt eigentlich „Führung 5.0“ oder 6.0 usw.? Die wesentlichen Fragen in diesem Zusammenhang sind, aus meiner Sicht:

  • Was ist Führung?
  • Welche Aufgaben hat Führung?
  • Was zeichnet gute und sinnhafte Führung aus?
  • Was sind die beständigen Einflussfaktoren von Führung?

Die Frageliste lässt sich unendlich weiter führen. Meiner Meinung nach hat sich gute, sinnhafte, fordernde und fördernde Führung nicht geändert. Die Umstände mögen sich geändert haben, Wertesysteme von Menschen mögen sich geändert haben und ja, das Kundenverhalten im Verkauf hat sich auch geändert. Müssen alte Tugenden von menschengerechter Führung deshalb jeden Tag neu erfunden werden? Wohl kaum!

Wenn wir im VUCA Zeitalter leben, benötigen Menschen Verlässlichkeit und Berechenbarkeit. Das war schon immer so. Ich bezweifle daher sehr stark, dass sich die grundsätzliche Aufgabe und Funktion von Führung grundsätzlich ändert. Das Anpassen von Verhaltensweisen bedeutet nicht, dass grundsätzlich alles neu erfunden werden muss.

Um es mit den Worten meines ersten Chefs zu sagen: „Nichts ist so beständig, wie der Wandel und am Ende ist immer alles so wie vorher, wenn es gut war.“ Gute Führungskräfte müssen sich in ihrem Führungsverhalten nicht immer neu erfinden, sie müssen ihr Team bzw. ihre Mitarbeiter durch die stürmische See steuern, wie es ein guter Lotse in der Schifffahrt macht.

Beste Grüße – mit Motivation, die bleibt
Rolf Bielinski

Über Rolf Bielinski

Bei Rolf Bielinski profitieren Sie von seiner über 20-jährigen Berufspraxis als Verkäufer und Manager in der Dienstleistungs- und Investitionsgüterindustrie. Besonders seine fundierten Praxiserfahrungen beim Auf- und Ausbau von Verkaufsstrukturen werden von seinen Kunden sehr geschätzt. Heute vermittelt er seine Erfahrung beim Martin Limbeck Training Group. Hier geht es zum Trainerprofil von Rolf Bielinski.

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