Persönlichkeitsentwicklung: Der schlechteste Tipp – bleibe wie Du bist! 1 Kommentar

„Wie Persönlichkeitsmerkmale in der frühen Kindheit und Jugend entstehen und wie sie sich auch im mittleren und höheren Lebensalter, d.h. über die ganze Lebensspanne, verändern können (plastisch sind), ist ein wichtiges Thema der Entwicklungspsychologie. Wichtige Beiträge kommen einerseits aus der Humangenetik und Entwicklungsbiologie des Menschen sowie der Ethnologie und Kulturanthropologie, andererseits aus den verschiedenen Arbeitsrichtungen der Psychologie. Zu nennen sind vor allem (vgl. Oerter und Montada 2008):

  • psychodynamische Ansätze von Sigmund Freud, Alfred Adler und C. G. Jung u.a.,
  • Stufenmodelle der psychosozialen Entwicklung und Identitätsfindung (Erik H. Erikson, James E. Marcia u.a.),
  • Strukturierung durch Entwicklungsaufgaben und kritische Lebensereignisse (Robert J. Havighurst, Sigrun-Heide Filipp),
  • biografische Persönlichkeitsforschung (Henry A. Murray, Hans Thomae u.a.),
  • sozial-kognitive und handlungstheoretische Konzepte,
  • Bindungstheorien (John Bowlby, Mary D. Ainsworth),
  • Perspektive der lebenslangen Entwicklung (Paul Baltes),
  • wichtige Längsschnittstudien im sozialwissenschaftlichen und im medizinischen Bereich, z.B. über Krankheitsdispositionen, Risiken, Umwelteinflüsse,
  • Stufenmodell zugrundeliegender Bedeutungsstrukturen der Persönlichkeit für die Ich-Entwicklung (Jane Loevinger).

Viele der bisherigen Forschungsergebnisse stammen noch nicht aus gründlichen Längsschnittstudien an denselben Individuen über viele Jahre und Jahrzehnte, sondern wurden gewonnen, indem Personen aus verschiedenen Altersgruppen gleichzeitig (in einer sogenannten Querschnittstudie) untersucht werden. Große Längsschnittanalysen ein und derselben Kohorte haben dagegen das Problem, dass sich die Lebensbedingungen während der langen Beobachtungszeit tiefgreifend ändern könnten.
Gegenwärtig existiert noch keine Theorie der Persönlichkeitsentwicklung, welche die vielfältigen Einflüsse zusammenfassen kann: das Zusammenwirken der genetischen (angeborenen) oder früh erworbenen Unterschiede der Konstitution mit den vielfältigen Einflüssen von Umweltbedingungen, Erziehungseinflüssen, Identitätsfindung und Selbstverwirklichung, als Prozess von Individuation und Sozialisation.“

Na, wie liest sich dieser Auszug aus Wikipedia für Sie?

Für mich ist es immer wieder erstaunlich… gerade heute wieder bei einem Akquise Termin erlebt. Die Vertriebschefin begrüßt mich mit den Worten: „Mein Mann war mal vor zehn Jahren bei Ihnen auf dem Seminar und er sagte, bin mal gespannt, wie du mit dem Kerl klar kommst. Das ist ein harter Hund. Der macht dich klein mit Hut ohne, dass du es merkst.“ Wow dachte ich, wie soll sich dieses Gespräch entwickeln… Und ja, wenn ich mir meine eigene Persönlichkeitsentwicklung über die Jahre anschaue, habe ich schon früher gern mal einen Teilnehmer, um meine vermeintlichen „verbalen Muskeln“ spielen zu lassen, „verbal getötet“. Der Lacher war damals sicherlich auf meiner Seite, so nach dem Motto: „Operation gelungen, Patient tot.“ Ja, das habe ich gemacht. Aus welchem Grund habe ich das gemacht? Weil ich Spaß dran hatte? Nein, weil ich es nicht besser wusste und konnte.

Wir alle sind im Leben gerade da, wo wir sind, weil wir da sein wollen. Nur im Geschäftsleben und im privaten Umfeld erlebe ich immer wieder, dass Persönlichkeitsentwicklung eher am Status und an der Jobentwicklung festgemacht wird. „Wow, was hat der sich entwickelt. Schau mal, der hatte mal ein kleines Reihenhaus mit nem alten Kadett und heute wohnt er in einer 400 qm Villa und fährt ne S-Klasse.“ Oder: „Der hat angefangen als Maurer, dann hat er die ersten Aale (wenn wir an Jürgen Gosch auf Sylt denken) verkauft. Später mit ner Bude weitergemacht und jetzt macht er 68 Millionen Euro Umsatz. Wow, was hat der sich entwickelt.“

Mh… in meinem Modell von Welt ist es wichtig, dass du dich selbst in deiner Person so weiter entwickelst, dass du morgen der bist, der du heute schon sein könntest.
Wenn Sie Lust haben, dann machen Sie dazu unser 360 Grad Feedback https://www.feedback2you.com/martinlimbeck, denn die besten Feedbackgeber sind in Ihrem Umfeld.

Und, hören Sie auf zu urteilen: „Den habe ich schon mal kennengelernt, der ist…“

Freue mich auf Ihre Feedbacks und Kommentare.
Bis dahin, beste Grüße und
eine gute Zeit mit – Motivation, die bleibt.

Ihr Martin Limbeck

Über Martin Limbeck

Martin Limbeck zählt zu den Spitzenverkaufstrainern und gilt als der Verkaufs-Experte im deutschsprachigen Raum. Er ist „Trainer des Jahres“ 2008 und 2011 und wurde zwei Mal mit dem Conga Award ausgezeichnet (2009 und 2010). Martin Limbeck erhielt 2012 den Preis als “International Speaker Of The Year 2012” und zudem wurde er zum „TOP SPEAKER Of The Year 2014“ ausgezeichnet. Hier geht es zur Webseite von Martin Limbeck.

Ein Kommentar zu “Persönlichkeitsentwicklung: Der schlechteste Tipp – bleibe wie Du bist!

  1. Kevin

    Vielen Dank für deinen schönen Text. Er entspricht so sehr dem was ich auch schon erlebt habe.
    Persönlichkeitsentwicklung ist ein ständiger Prozess. Wer sich dafür interessiert lässt sich sehr schnell im Angebotsüberfluss verlieren. Und selbst wenn ein Ziel erreicht ruft doch gleich das nächste.

    Reply

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