Differenzierung durch SCHLECHTEN Service Hinterlassen Sie einen Kommentar

Vor 3 Wochen hatte ich einen Blogbeitrag zum Thema Differenzierung durch Service geschrieben, heute geht es in die andere Richtung.

Letzte Woche war ich nach einem Trainingstag zum Dinner in Kaiserslautern unterwegs und hab mich spontan für einen von außen sehr gut aussehenden Italiener entschieden. 60 Minuten später wusste ich das dies ein Fehler war.

Los ging es mit der Begrüßung, die nicht statt fand, also nahm ich Platz und wartete 10 Minuten bis Kellner Nr. 1 an den Tisch kam und mich fragte: „Alles ok bei Ihnen?“ ☺ Ich: „Kann ich noch nicht sagen, ich hab weder was bestellt noch was gegessen oder getrunken“…. ein „AH“…kam mir entgegen und er war wieder verschwunden. 2 Minuten später war Kellner Nr. 2 am Tisch und drückte mir wortlos die Speisekarte in die Hand. Naja…dachte ich…da es sich um ein hochpreisiges und gelobtes Restaurant handelte, war ich guter Dinge, dass ich zumindest gut essen werde. 10 Minuten später kam Kellner Nr. 3 an den Tisch und fragte was ich essen wolle. Ich antwortete, das ich nicht nicht einmal etwas zum Trinken bestellt hätte, was ein Fehler war, denn zack war er wieder weg und 2 Minuten später kam Kellner Nr. 4 zu mir bezüglich der Getränke… ein Glas Wein war bestellt und 5 Minuten später stand der auch auf dem Tisch. Natürlich wortlos… und das schon so fix, nach nur 30 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch es kann jetzt nicht mehr schlimmer werden… weit gefehlt.

Irgendwann kam Kellner Nr. 3 und wollte das Essen aufnehmen. Ich bestellte ganz simple Tomaten Mozzarella und eine Pizza. 5 Minuten später war er zurück. „Tomaten Mozzarella ist aus!“ Bei einem Italiener??? Naja… bestellte ich eben einen normalen Salat. Danach kam die Pizza, aber nicht die, die ich bestellt habe. Er also wieder zurück und 10 Minuten später war er wieder da, natürlich wieder mit einer falschen Pizza. Weitere 10 Minuten später kam dann die, die ich bestellt hatte. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich allen Ernstes an die versteckte Kamera…sie war es aber nicht. Zu meiner Überraschung war das Essen der Hammer… einer der besten Salate die ich ever hatte und auch die Holzofen Pizza war ne glatte 1! Also war ich für 20 Minuten wieder glücklich ☺ Gerne hätte ich zu diesem leckeren Essen noch ein zweites Glas Wein getrunken, es kam aber Keiner an den Tisch, um mich danach zu fragen.

Zum Schluss gab das Restaurant aber nochmal richtig Gas. Als ich zahlen wollte, hieß es: „nur bar“ und auf meine Frage nach dem Bewirtungsbeleg hieß es „Oh…das kann aber dauern, ist super kompliziert…“ WHAT??? Ich nahm es mit Humor und sagte: „Kein Problem, ich sitze ja schon 2 Stunden hier…“ keiner Lachte… komisch. Dann kam die Rechnung 34.20 €. Ich gab 35 € und wartete auf mein Rückgeld. Sie starrte mich an und fragte ob es mir nicht gefallen hätte oder ob ich so geizig geboren wurde! WAHNSINN…. genau so wie ich gekommen bin, bin ich auch gegangen… mit einem sauschlechten Gefühl.

Achten Sie bei Ihrem Kunden immer darauf, ihm ein gutes Gefühl zu geben und das während der gesamten Partnerschaft. Der erste Eindruck ist entscheidend, der letzte Eindruck bleibt. Schauen Sie immer, ob Ihre Leistung noch passt, auch wenn Gold durch ihr Wohnzimmer fließt und es im Moment extrem gut läuft. Genau in dieser Zeit vergessen Verkäufer oft die Extrameile und legen sich zurück. Das spürt der Kunde und schwupps ist er weg.

Auch bei mir läuft es aktuell extrem gut… Ruhe ich mich aus? NEIN! gerade jetzt gebe ich Gas und greife eher einmal mehr zum Hörer als sonst…

Einen Kunde zu gewinnen ist gar nicht so schwer, ihn zu halten hingegen sehr!

Grüße Ihr Alexander Marx – mit Motivation die bleibt.

Über Alexander Marx

Bei Alexander Marx profitieren Sie von seiner 19-jährigen Berufspraxis als Verkäufer, Manager und Geschäftsführer. Besonders seine fundierten Praxiserfahrungen beim Auf- und Ausbau und Motivation von Verkaufsteams werden von seinen Kunden sehr geschätzt. Heute vermittelt er seine Erfahrung bei der Martin Limbeck® Training Group. Hier geht es zum Trainerprofil von Alexander Marx.

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