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EXPERTEN-TIPP August 2015

Nach meiner Ausbildung war für mich eins sonnenklar: Ich wollte nicht ewig in dem kleinen Laden bleiben. Ich hatte Blut geleckt und während meiner Arbeit dort entdeckt, dass ich eine Sache besonders gut konnte: Verkaufen! Daher stand fest: Ich will Verkäufer werden. Nichts anderes.

Ich wollte irgendwo in den Außendienst. Also kümmerte ich mich darum, besorgte mir die Zeitungen und bewarb mich wie ein Großer. Ich schrieb rund 150 Bewerbungen und sammelte Absagen. Eine Absage nach der anderen. Keiner wollte einen Verkäufer Anfang 20!

Doch schon damals hatte ich einen außerordentlichen Starrkopf und war bereit, für die Realisierung meiner Ziele durch Wände zu gehen. Auch wenn ich mir einige Male ordentlich die Rübe stoßen musste, bis ich das gemeistert habe J Ich hatte die ganze Zeit die Worte meines Chefs im Kopf. Er hat mich ständig motiviert, dranzubleiben. „Herr Limbeck. Sie wissen ja: beständig! BESTÄNDIG Leistung!“ Also suchte ich weiter. Irgendwann fand ich eine Anzeige, in der ein magisches Wort stand: „Juniorverkäufer“ – Die meinen mich, dachte ich. Worum ging’s? Kopierer verkaufen.

Heute kaufst du deinen Farbdruckerkopiererfaxscanner für ein paar Hunderter im Internet. Damals war das noch ein Riesenbusiness. Jede einzelne Firma brauchte damals einen Kopierer. Internet gab’s noch nicht. Also fuhren Heerscharen von Außendienstlern durch die Republik und führten ein kostenpflichtiges Update der kompletten Wirtschaft durch: Vorher: Schreibmaschine mit Durchschlagpapier. Nachher: Kopierer. Und die Dinger waren teuer! Ein Eldorado für Verkäufer. Das war die eine Sicht der Dinge.

Die andere lieferte mein Vater: „Umkämpfter Markt. Preisschlacht. Riesenkonkurrenz. Hartes Stück Brot für den Verkäufer.“ Da hatte er sicher recht. Doch er machte mir trotzdem Mut: „Martin, wenn du Kopierer verkaufen lernst, kannst du hinterher alles verkaufen!“

Fest stand: Ich wollte den Job unbedingt haben. Ich fragte mich, wie ich das anstellen sollte. An dieser Stelle wird es kniffelig. Wenn deine Strategie dich bisher nicht ins Ziel gebracht hat, trotz aller Hartnäckigkeit, dann hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du änderst die Strategie oder das Ziel. Die meisten Leute ändern ohne nachzudenken ihr Ziel, wenn es nicht weitergeht: Sie verringern ihre Ansprüche, die sie an ihr Leben stellen. Glaub mir, das ist meistens keine gute Idee! Zumindest nicht, wenn du dein Glück machen willst.

Das Ziel ändern kam für mich schon aus Ehrgeiz nicht in Frage. Also bleib mir noch die Strategie. Offensichtlich war es nicht der beste Schlachtplan gewesen, eine Bewerbung nach der anderen zu schreiben. Daher war es an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren. Ich verfrachtete die Bewerbungsschreiben ins Altpapier und tat das, was ich am besten konnte: Verkaufen! Ich griff direkt zum Telefon und rief einfach den Geschäftsführer an …

Und weißt du was? Dem machte das Spaß: Ein Jungspund geht auf ’s Ganze. Das Gespräch verlief freundlich und kam ruckzuck zum Punkt: Natürlich wollte er mich sehen. Doch genauso natürlich biss er nicht an bei dem Termin, den ich ihm vorschlug. Er war der Boss, also bestimmte er den Termin – für den ich mir extra freinehmen musste.

Um es kurz zu machen: Ich fuhr hin. Und erlebte ein geiles Einstellungsgespräch. Und ging am Ende des Tages zu meinem alten Chef, um zu kündigen. Ich hatte die Stelle als Juniorverkäufer bekommen! Was du daraus lernen kannst: Wirf nicht direkt das Handtuch, auch wenn es ausweglos erscheint. Wenn du dein Ziel nicht erreichst, änderst du eben den Weg zum Ziel. Jedes Mal, wenn du eins auf die Mütze bekommst, weißt du: Das war noch nicht die richtige Strategie. Also machst du das nächste Mal etwas anders. Und irgendwann wird es klappen. Dann weißt du: Das sieht nach einem guten Weg aus, den nimmst du das nächste Mal wieder. Und Schritt für Schritt wirst du immer besser, weil du Schritt für Schritt genauer weißt, was zu tun ist.

 

Expertentipp August 2015

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Über Martin Limbeck

Martin Limbeck zählt zu den Spitzenverkaufstrainern und gilt als der Verkaufs-Experte im deutschsprachigen Raum. Er ist „Trainer des Jahres“ 2008 und 2011 und wurde zwei Mal mit dem Conga Award ausgezeichnet (2009 und 2010). Martin Limbeck erhielt 2012 den Preis als “International Speaker Of The Year 2012” und zudem wurde er zum „TOP SPEAKER Of The Year 2014“ ausgezeichnet. Hier geht es zur Webseite von Martin Limbeck.

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